Theme, Plugins, Gutenberg-Blöcke: prüfe deine WordPress-Seite gegen 15 WCAG-2.1-AA-Kriterien in 30 Sekunden.
WordPress-Seite jetzt kostenlos prüfen →WordPress betreibt über 43 % aller Webseiten weltweit – darunter unzählige deutsche Firmen-Webseiten, Blogs und Portale. Die große Reichweite macht WordPress zur BFSG-Hauptbaustelle: Anders als bei SaaS-Plattformen entscheiden Theme und Plugins zu 100 % über Barrierefreiheit. Ein modernes Theme kann WCAG-konform sein, ein Page-Builder-Projekt von 2019 ist es fast garantiert nicht.
Elementor, Divi und WPBakery generieren oft verschachtelte <div>-Strukturen ohne semantische Bedeutung. Überschriften werden per CSS gestylt statt als <h2>, Buttons als <a> umgesetzt. Screenreader-Nutzer finden keine Struktur.
Viele WordPress-Seiten haben mehrere <h1> pro Seite (Site-Titel + Post-Titel), oder springen von H2 direkt zu H4. Das verletzt WCAG 1.3.1 und zerstört die Navigations-Struktur für Screenreader.
Gutenberg macht das Einfügen von Bildern trivial – genau deshalb werden Alt-Texte oft vergessen. Auch Galerie-Blöcke und Cover-Blöcke erzeugen Bilder ohne alt-Attribut.
Die meisten DSGVO-Cookie-Plugins (Cookiebot, CookieYes, Borlabs) haben in ihrer Standard-Konfiguration keine Tastatur-Fallen-Prävention, kein Focus-Management und oft Kontrast-Probleme. Das Banner ist das erste Element – ein Totalausfall für blinde Nutzer.
Contact Form 7, WPForms, Gravity Forms erlauben Placeholder als einzige Beschriftung. Nach Antippen verschwindet der Platzhalter – Nutzer vergessen, was gefordert war. WCAG 3.3.2 wird verletzt.
WordPress-Webseiten mit B2C-Bezug fallen fast ausnahmslos unter das BFSG: Unternehmens-Webseiten mit Kontaktformularen, Buchungssystemen, Online-Shops (WooCommerce), Lernplattformen (LearnDash), Mitglieder-Bereiche. Nur reine statische Info-Seiten ohne digitale Dienstleistungen und ohne jeglichen Vertrag fallen meist raus – die Ausnahme ist selten. Bußgelder bis 100.000 €.
Scanne mindestens: Startseite, wichtigste Unterseite, Blog-Übersicht, ein Blog-Post, Kontakt-Seite. Nach jedem Theme- oder Plugin-Update neu scannen – WordPress-Updates können Barrierefreiheit punktuell brechen. Besonders achten auf: Header-Navigation, Gutenberg-Block-Struktur, Formular-Labels, Fokus-Sichtbarkeit im Menü.
Nein. WordPress Core ist seit Version 5.0 mit einer Accessibility-Coding-Richtlinie ausgestattet, aber das Endergebnis hängt zu 90 % vom Theme und den Plugins ab.
Twenty Twenty-Four (Standard), Kadence, GeneratePress, Blocksy und Astra in aktuellen Versionen haben solide Barrierefreiheits-Grundlagen. Premium-Themes wie Divi und Avada erfordern explizite Prüfung jeder Komponente.
Wenn BFSG wichtig ist: Ja. Gutenberg erzeugt saubereres semantisches HTML. Elementor kann barrierefrei konfiguriert werden, erfordert aber deutlich mehr Aufwand.
WP Accessibility (Joe Dolson) – ergänzt Skip-Links und Fokus-Styles. Accessibility Checker – prüft Inhalte beim Speichern. Sie ersetzen aber keinen Audit.
Priorisiere: Top-10-Trafficposts zuerst. Alte Bildergalerien brauchen Alt-Texte, alte Überschriften-Strukturen sollten korrigiert werden. Kompletter Rückwirkung ist nicht zwingend, aber empfohlen.
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