Prüfe Checkout, Produktseiten und Filter deines Shopify-Shops in 30 Sekunden auf WCAG 2.1 AA – kostenlos und sofort.
Shopify-Shop jetzt kostenlos prüfen →Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt seit dem 28. Juni 2025 für praktisch alle B2C-Online-Shops in Deutschland – auch für Shopify. Viele Shop-Betreiber verlassen sich darauf, dass Shopify "out-of-the-box" barrierefrei sei. Das ist ein teurer Irrtum: Shopify liefert solide technische Grundlagen, aber Theme, Apps und Produkt-Inhalte bestimmen das Endergebnis – und die meisten Shopify-Shops scheitern an mindestens 3 von 15 WCAG-Kriterien.
Der Standard-Checkout von Shopify nutzt hellgraue Beschriftungen auf weißem Hintergrund – oft unter dem WCAG-AA-Minimum von 4,5:1. Menschen mit Sehschwäche können Formularfelder nicht eindeutig lesen, Käufe brechen ab.
Viele Shopify-Themes (Dawn, Impulse, Prestige) haben Mega-Menüs, die sich per Maus öffnen, aber nicht per Tab-Taste durchlaufen werden können. Für Screenreader-Nutzer ist die komplette Navigation unerreichbar.
Shopify-Produkte haben oft 5–10 Varianten-Bilder. Wenn Alt-Texte fehlen oder nur "product-image-1.jpg" enthalten, hat ein Screenreader-Nutzer keine Chance, das Produkt zu verstehen.
Viele Themes setzen Produktfilter (Größe, Farbe, Preis) mit Custom-JavaScript um, das weder ARIA-Labels noch Tastatur-Events nutzt. Das sind klassische BFSG-Verstöße gegen WCAG 2.1.1 (Keyboard).
Shopify-Apps wie Quick-View, Wunschliste oder Cart-Drawer öffnen oft Overlays, die den Fokus nicht korrekt fangen oder nach Schließen nicht auf den Trigger zurückführen. WCAG 2.4.3 (Focus Order) ist verletzt.
Shopify-Shops sind prototypische B2C-Digitaldienste im Sinne des BFSG (§ 1 Abs. 3 Nr. 5 BFSG). Sie fallen unter die Aufsicht der Marktüberwachungsbehörden der Länder. Bußgelder können bis zu 100.000 € pro Verstoß betragen. Zusätzlich sind Abmahnungen durch Wettbewerber und Verbraucherschutz-Verbände möglich – spezialisierte Kanzleien nutzen das BFSG bereits aktiv. Kleinstunternehmen unter 2 Mio. € Jahresumsatz UND unter 10 Mitarbeitern sind ausgenommen – diese Ausnahme greift für die meisten Shopify-Shops jedoch nicht, sobald sie skalieren.
Unser Scanner analysiert jede Shopify-URL gegen 15 WCAG-2.1-AA-Kriterien: Kontraste, Alt-Texte, semantische Struktur, Tastatur-Bedienbarkeit, Skip-Links, Formulare, ARIA-Rollen und mehr. Besonders nützlich: prüfe nicht nur die Startseite, sondern auch Kategorie-, Produkt-, Warenkorb- und Checkout-URLs einzeln. Der Checkout ist der kritischste Pfad: wenn hier Barrierefreiheit scheitert, verlierst du nicht nur Conversions sondern haftest auch juristisch.
Nein. Shopify liefert eine solide technische Basis (semantisches HTML im Grundgerüst, Dawn-Theme mit WCAG-Bemühungen), aber Theme-Anpassungen, Third-Party-Apps und Produktinhalte (Alt-Texte, Beschreibungen) bestimmen das Endergebnis. Keine Shop-Plattform kann garantieren, dass du BFSG-konform bist – das hängt immer vom Betreiber ab.
Dawn (Shopifys Referenz-Theme) hat die besten Barrierefreiheits-Grundlagen. Auch Sense und Craft sind solide. Premium-Themes wie Impulse, Prestige oder Motion können sehr gut sein – erfordern aber Prüfung der Mega-Menüs und Quick-Views. Meide veraltete Themes ohne aktive Wartung.
Unbedingt. Der Shopify-Checkout ist eine eigene Umgebung (oft nicht so stark anpassbar wie der Shop) und enthält die kritischsten Interaktionen: Formulare, Zahlungsauswahl, Versand. Prüfe die URL direkt nach Hinzufügen eines Test-Artikels.
Nein, im Gegenteil. Overlay-Widgets wie UserWay oder accessiBe sind rechtlich umstritten und erfüllen nach herrschender Rechtsmeinung das BFSG NICHT. Sie können Shops sogar zusätzlich angreifbar machen. Setze auf saubere Grundstruktur statt Overlay-Kosmetik.
Bei jedem Theme-Update, neuer App-Installation und größerer Produktdaten-Änderung. Idealerweise wöchentlich. Im Agentur-Paket von bf-check.de laufen automatische Scans monatlich und warnen bei Regressionen.
Kostenloser Scan, 15 WCAG-Kriterien, Ergebnis in 30 Sekunden.
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